Liebe CSU, man muss jetzt hier doch mal was klarstellen

Liebe CSU,

angesichts der jüngsten Versuche, Zehntausende Teilnehmer der Großdemonstration von München zu diskreditieren, gilt es hier doch einmal etwas klarzustellen.

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Mesut Özil: Der Rassismus und die sprachliche Zombie-Apokalypse

Das muss man erst mal auf sich wirken lassen: 25.000 Menschen laut Polizei, 50.000 laut Veranstalter.

Zehntausende Menschen sind am Sonntag in München auf die Straße gegangen, um ein großartiges Zeichen zu setzen, gegen Rassismus, Ausgrenzung, politische Willkür – aber eben auch gegen die zunehmende Verrohung unserer Gesellschaft sowohl in Worten als auch Taten.

Denn es ist nicht selten zuallererst das Wort, dass Hass und Bösartigkeit zum Ausdruck bringt, bevor es von Hassenden und Bösartigen in Taten umgesetzt wird.

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Rassismus, Hass und soziale Ungerechtigkeit: Mut zu etwas Neuem!

Ein Tag im Juni 2018.

Auf einem Marktplatz in Dresden stehen Menschen. Keine kahlrasierten Stereotypen eines Springerstiefel-Nazis. Männer, Frauen – auffällig wenige junge Menschen. Normal gekleidet, normale Menschen. Doch der Schein trügt, und zwar gewaltig.

Nichts ist normal. Es ist Pegida.

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Europa, verdammt noch mal, Europa!

Was passiert hier gerade? Was… tun wir?

Wie schnell konnten wir vergessen?

Oder ist es gar viel schlimmer? Wir haben nicht vergessen. Uns ist die Erinnerung nur scheißegal.

Egal die Verantwortung, das Fanal der Vergangenheit, dem wir uns für alle Zukunft verpflichten wollten.

Gemeint sind 80 Millionen Tote, eher mehr. Zwei Weltkriege, der Holocaust, zu viele entsetzliche Lehren – und eine Chance: Europa.

Wir aber zeigen auf erbärmliche Weise, dass wir diese epochale Chance nicht verdienen.

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Lieber Fatih, Du fragst, ob Du Deutscher sein darfst – ich will Dir antworten

„Ich bin in München geboren.“

Mit diesen Worten beginnt ein bemerkenswerter Text von Fatih Demireli.

Der Chefredakteur und Herausgeber des Sportkulturmagazins „Socrates“ hatte ihn im Zuge der Debatte um Mesut Özil und Ilkay Gündogan verfasst. Eine Debatte, die politisch aufgeladen und weder von Spielern noch dem DFB je aufgearbeitet worden war. Als Folge entkoppelte sie sich nach dem WM-Aus von der Sachlichkeit und eskalierte in stumpfem Alltagsrassismus, der mit erschreckender Selbstverständlichkeit öffentlich wurde. Fatih Demireli verweist auf seine deutsche Staatsbürgerschaft und seine türkischen Wurzeln und schließt mit der Frage: „Darf ich Deutscher sein?“

Ich wollte diese Frage nicht unbeantwortet lassen, sie hat eine klare Antwort verdient – und darüber hinaus der klaren Worte mehr.

Lieber Fatih,

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Deutschland ist in Gefahr – die Bedrohung ist ernst

Liebe Bundesregierung,

nur eine Kleinigkeit, die im Alltag allerdings schwer ins Gewicht fällt, weil sie im Gegensatz zu diffusen Ängsten doch sehr real ist.
Ihr von der CSU habt recht, Deutschland ist dem Untergang geweiht, der Rechtsstaat schafft sich ab.

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Asylstreit: Die CSU tappt in die AfD-Falle

Es ist ein beispielloses Schauspiel, welches das bayerische Volkstheater CSU unter ihrem Intendanten Horst Seehofer dieser Tage in Berlin aufführt.

Eine historische Posse, die alles in den Schatten stellt, was sich einst Franz Josef Strauß an Streitigkeiten mit der CDU unter Helmut Kohl geleistet hatte.

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WM 2018, Deutschland und die AfD: Schland unter!

Wenige Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft macht mir ein Anachronismus zu schaffen. Ein Widerspruch der Emotionen, das Ringen zwischen der Nüchternheit von Heute und der Leidenschaft von einst.

Da sind die Erinnerungen. Sie riechen nach Gartengrill und den “Atika“-Zigaretten meines Vaters, schmecken nach Karamalz und Ed von Schleck. Panini-Bildertausch im Klassenzimmer, die “Hand Gottes“ 1986 und Guido Buchwald, der ihr vier Jahre später auf die Finger klopft.

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Tanzverbot an Karfreitag? Empört Euch – aber richtig!

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VW-Boss Matthias Müller: 10,27 Millionen Euro – oder: Die Pointe eines schlechten Witzes

Laut einer aktuellen Studie ist die Gesamtvergütung der Dax-Vorstandschefs gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um 3,5 Prozent auf den Rekordwert von rund 7,4 Millionen Euro angestiegen.

Das kann man erst einmal so stehenlassen, wirken lassen. Und zwar ganz ohne Neid.

Denn Neid verzerrt die Perspektive auf diese Zahlen und stellt die Kritik auf ein wackeliges Fundament.

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