Gedanken eines Pendlers


Der Lärm der Straße dringt auf mich ein, verbündet sich mit bohrenden Gedanken an die Arbeit, die ich gerade hinter mir lasse.
Ich atme tief ein, ich atme tief aus, exhaliere die Unruhe – und schmecke Feinstaub auf der Zunge.

Gestank am Bahnhof, nach Schmieröl und Gummi, nach Schweiß, nach Junkfood und schleichenden Fürzen.
So viel Gehetze von so viel Gehetzten. Asseln im Neonlicht.
Grauer Beton, mal mit bunter Botschaft. Ausdruck von Wut, Hass und Liebe. Nicht selten von Dummheit.
Gestresste Gemüter, gesenkter Blick. Tippen und Wischen. Digitalnarkotisiertes Gestarre.
Ich klinke mich aus, setze den Kopfhörer auf und schließe einfach die Augen.
Ich bin auf dem Weg.
Zurück in die Ruhe, zu frischer Luft.
Zurück, wo sich der Himmel öffnet, meine Gedanken befreit. Wo der Blick in den Raum die Anspannung löst.
Zurück aus dem Wahnsinn. Zurück zu Hause.
Zum Glück konnte ich flüchten.
Heute wie gestern. Und auch wieder morgen.
So wie jeden Tag.

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