Liebe CSU, man muss jetzt hier doch mal was klarstellen


Liebe CSU,

angesichts der jüngsten Versuche, Zehntausende Teilnehmer der Großdemonstration von München zu diskreditieren, gilt es hier doch einmal etwas klarzustellen.

Das Verunglimpfen, die Verrohung des politischen Diskurses, die Pervertierung von Sprache und Herabwürdigung von Menschen hat ihren Ursprung keinesfalls in der zivilgesellschaftlichen Gegenbewegung von #ausgehetzt, sondern in der Parteispitze der CSU.

Hier liegt auch der Ursprung für politische Kampagnen auf dem Rücken von Menschen, die so durchschaubar opportunistisch sind, dass nun eben auch Teile der christlichen Basis diesen brandgefährlichen rechten Überholmanövern über den Pannenstreifen nicht mehr widerspruchslos zusehen wollen.

Dieses #ichbincsu ist somit nichts anderes als eine neue hilflose Kampagne, um von der selbstzerstörerischen Anti-Asyl-Kampagne abzulenken und – bewusst oder unbewusst – dabei die eigene Partei weiter zu spalten, weil man Loyalität für christlichen Werteverrat einfordert.

Erneut geschieht dies, indem man mit dem Finger auf andere zeigt, anstatt sich endlich einmal in kritischer Selbstreflexion zu üben.

Diese CSU steuert in die moralische Insolvenz. Das steht ihr frei, wenn sie das denn unbedingt so will.

Es sollte dann aber zwingend mit einer Umbenennung einhergehen: diese Partei hat sich mit systematischer Wertereduktion selbst geschrumpft – übriggeblieben ist … U.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Wollny

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